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2017_Brix_Lutterbeker

Zuckerl. Werner Brix

Jetzt gönnt Brix sich und seinen Fans mit »Zuckerl« ein Menü aus den Lieblingsgerichten der letzten 20 Jahre. Mit anderen Worten: Ein Best of Brix. Die Auswahl ist entsprechend groß: Leicht Verdauliches und reichlich Verziertes wie die »Commedia« oder »Pinke-Panke«, der freche Charmeur, müssen genauso auf die Liste der Gänge, wie hintergründig Zubereitetes mit scharfem Abgang. Der »Bolero« aus der Loopstation macht dabei den kulinarischen Abend zu einem außergewöhnlich Erlebnis. Die Presse jubelt, und das Publikum ist begeistert. www.brix.at
Lutterbeker; 21.04.17 * 21 Uhr



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Tonträge (Foto Franziska Allner). Kabarett-Amüsier-Rock'n'Roll. Vorpremiere

Ohrwurm
-Melodien gehen hier Hand in Hand mit Wortwitz, verspielte Arrangements treffen auf wohlgereimte, mal subtile, mal skurrile Geschichten. Und doch ist es mehr als ein Konzert: Da gibt es fliegende Ukulelen, aus dem Ruder laufende Traumreisen, vierhändige Klavier-Akrobatik und nicht zuletzt die charmant-chaotischen Moderationen. Ihre regelmäßigen Shows in der Bar jeder Vernunft finden begeisterte Resonanz. Bodo Wartke war schon mehrfach Gast und Bühnenpartner. Der Tagesspiegel nennt sie die »Berliner Wundertüten-Combo«. Nach eigener Aussage sind sie »die skandalös-fetzigste Kabarett-Amüsier-Wir-haun-auf-die-Kacke-Kapelle der Welt!« Gut gelaunter Rock’n’Roll mit humorvollen, deutschen Texten.www.tontraegerberlin.de
Lutterbeker; 03.03. * 21 Uhr
 





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Shakespeare solo. Bernd Lafrenz

»Romeo und Julia« - Was auf großen Bühnen in Großbesetzung geboten wird, reduziert sich in Bernd Lafrenz Fassung auf ein höchst virtuoses Ein-Mann-Spiel. Der Shakespeare Liebhaber nimmt sich der berühmtesten aller Liebesgeschichten an: »Romeo und Julia«. Längst zum Klischee geworden, kann er  dem Stoff etwas Neues abgewinnen. In einer dramatisch ausgeklügelten Parodie verleiht er dem Stück ein völlig neues Erscheinungsbild, in dem er mit spielerischer Leichtigkeit innerhalb Sekunden von einer Figur in die nächste schlüpft. Mit unterschiedlicher Stimmlage und abwechslungsreicher Mimik gibt Lafrenz jeder der rund 16 Personen ihr eigenes Erkennungszeichen. Mit Erfindungsgeist und wenig Requisiten gelingt es, die Geschichte zu einer humorvollen Ein-Mann-Show zu machen. www.lafrenz.de
Lutterbeker; 18.03. * 21 Uhr



Turid Müller: Teilzeitrebellin. Musikkabarett

Das Musikkabarett-Programm von Turid Müller ist ein Rundumschlag durch aktuelle Fragen und allgemein-menschliche Lebensthemen: Zum Beispiel wie interstellare Beziehungsprobleme entstehen, wie kapitalistische Fehlentwicklungen kulinarisch zu lösen sind oder wie Kinder zukunftsträchtig in den Schlaf gesungen werden. - Das zeigt die Newcomerin mit schauspielerischem Einsatz und abwechslungsreicher Musik. In der Rolle der Psychologin Dr. Anne-Marie Figgen entgleitet ihr ein Business-Vortrag. Am Klavier begleitet sie Stephan Sieveking.
Hansa48; 25.03. * 20 Uhr



Endstation Pasta (Jean-Michel Räber). Thalamus Theater

Eine kulinarische Weltreise mit Damenbekanntschaften Arthur, der ehemalige Haarwasserverkäufer, ist zum Fernsehkochshow-Junkie und Hobbykoch mutiert und kocht für seine Helga Spaghetti Bolognese. Das Publikum kann ihm dabei buchstäblich in die Töpfe schauen, denn Arthur kocht live auf der Bühne. Aber wie so oft, seine Angebetete verspätet sich! Also vertreibt er sich die Wartezeit mit Erzählungen über seine vielen kulinarischen Damenbekanntschaften, die aber leider alle nicht kochen konnten. Er wirbelt durch seine Küche und alsbald durch alle möglichen Schauplätze dieser Welt. Eine immer aufregendere, multi-kulinarische Reise nimmt ihren Anfang. Arthur weiß viel zu berichten über Kochrezepte, die Frauen und das Leben an sich. Dabei schlüpft er immer wieder in neue Rollen, in Paris haucht er einer bezaubernden Französin betörende Worte ins Ohr, in Chicago ist er ein fluchender Taxifahrer, ein Milchaufschäumer-Helicopter bringt ihn in eine Mafiahöhle, vom eigenen Metzger wird er zum vegetarische Revolutionär getrieben, ein Stück höhlengereifter Emmentaler Käse entführt ihn in den Gotthard-Tunnel und im Vatikan treibt er sein Unwesen als illegitimer Sohn des Papstes ... In der neuen Inszenierung der Thalamus Theaters entfaltet sich ein künstlerisches Geschmacksbouquet von scharfer Ironie bis zart schmelzender Romantik von rasantem Slapstick bis zum originellen Küchenzauber.
Hansa48; 31.03. & 01.04. * 20 Uhr



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Wenn Frauen immer weiter fragen. Horst Schroth. Vorpremiere

Ein Update für Fortgeschrittene. Horst Schroth hat sich an die Arbeit gemacht - Treffsicher, erkenntnisreich und, wie immer, saukomisch. Im Jahre 2008 zeigte Horst Schroth sein mittlerweile legendäres Programm »Wenn Frauen fragen«. Seitdem hat er sein Publikum scharenweise begeistert mit einem Abend, an dem ... ein Künstler wie Horst Schroth zumindest Hoffnung macht. Dass Männer zu Frauen- und Frauen zu Männerverstehern werden. (Kieler Nachrichten). Ist jetzt alles geklärt? Natürlich nicht! Denn wenn Frauen erst mal angefangen haben zu fragen, sind sie nicht mehr zu bremsen, sodaß er sich zu einem Update für Fortgeschrittene gezwungen sieht. www.horstschroth.de
Lutterbeker; 18.02.17 * 21 Uhr

 

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 SexUndSechzig. Don Clarke solo

 
knüpft der natural born Comedian Don Clarke dort an, wo er niemals aufgehört hat: Nichts tun! Mit neuen, skurrilen Geschichten ist er wieder auf Tour, plaudert aus dem Nähkästchen und gibt Lebenstipps: »Wenn Du abnehmen willst, musst Du erst mal zunehmen! Das lief bei mir so gut, dass ich ein paar Mal verdoppelt habe ...« Publikum und Kritiker sind sich gleichermaßen uneinig: »Der kann ja wirklich nichts. Aber das verdammt gut!«
Lutterbeker; 21.10. * 21 Uhr




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Der Gott des Gemetzels (Yasmina Reza). Werkstatt-Theater

Bei einem Streit schlägt ein 11jähriger Junge seinem gleichaltrigen Freund zwei Vorderzähne aus. Die Eltern kommen zusammen, um die Versicherungsmodalitäten zu besprechen. Im Verlaufe des Nachmittags geht es immer weniger um die Kinder. Der Vorfall ist nur noch  Anlass für eine schonungslose Offenbarung der Lebenslüge und der Beziehungsunfähigkeit der Erwachsenen. www.kulturforum-kiel.de und www.werkstatt-theater-kiel.com
KulturForum; 07. & 09.10. * 20 Uhr



A wie Aufklärung. nö theater- Dokumentationstheater

Vier Jahre nach ihrem ersten Projekt V wie Verfassungsschutz setzt sich das nö theater erneut mit dem NSU Komplex und dem Verfassungsschutz auseinander. Denn trotz Versprechen von höchster Stelle, einem jahrelangen Gerichtsprozess und zahlreicher Untersuchungsausschüsse müssen die Betroffenen auch weiterhin auf eine lückenlose Aufklärung warten. Das nö theater begibt sich ins Zeugenschutzprogramm, sucht nach den Ursachen und stellt die Frage ob wir die Antworten überhaupt wissen möchten. In Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung und der Autonomen Antifa Koordination Kiel
Hansa48; 15.10. * 20 Uhr



Königs Moment (Jan Neumann). Thalamus Theater

Nachts auf der Autobahn. Herr König auf dem Weg nach Hause von seiner Geliebten zu seiner Ehefrau. Für einen kurzen Moment entgleitet ihm die Kontrolle über das Auto. Millisekundenbruchteile. Irgendetwas lässt Herrn König für einen kurzen Augenblick mit anderen Augen auf die Verzweigungen, die sein Leben genommen hat, blicken. Er begegnet nochmals den wichtigen Menschen seines Lebens und er fasst einen überraschenden Beschluss, der alles verändern könnte! Ein Königsmoment ist ein Moment, in dem man alles versteht.
KulturForum; 15.10. * 20 Uhr







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2016_Annie_Heger_Lutterbeker

 

Watt'n Scandaal. Anni Heger

Ihr Leben fing skandalös an, mit schwarzen Haaren: »Watt is de schwart!« Dabei hätte es blond so einfach sein können ...Was also tun? Getreu dem Motto »Beter een lüttje Fisch, as gor keen up'n Disch!«, macht Annie aus der Not eine Tugend und präsentiert uns den Glamour einer gnadenlos unterschätzten Metropolregion: den Glamour Ostfrieslands. In 90 Minuten singt und plaudert sie sich durch skurrile Geschichten, heiße Gerüchte, halbseidene Verschwörungstheorien und bewegende Erinnerungen, scherzt, kokettiert und redet sich in manch intimen Momenten regelrecht um Kopf und Kragen. und beweist noch ganz nebenbei, dass Platt eben doch sexy ist! Eine aufregende Künstlerin mit angenehmer Bodenhaftung. Neben Yared Dibaba und Ina Müller ist Annie Heger seit 2014 die jüngste Stimme der Sendung »Hör mal' beten to!« www.annierockt.de
Lutterbeker; 06.08. * 21 Uhr




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Im Tannengrund 1. Schads Ensemble. Modernes Maskentheater

Im dunklen Nadelwald einer einsamen Gegend im Harz führen die Schwestern Bibi und Babsi in einem eintönigen Alltag eine Pension. Längst kommt kein Gast mehr. Es gibt scheinbar keine Zukunft - dafür aber eine unbändige Sehnsucht. Als sie sich entschließen zu verkaufen, taucht ein Fremder auf. Sie vermuten in ihm einen potentiellen Käufer und versuchen voller Eifer, die Pension ins beste Licht zu rücken. Im Taumel des Wunsches, ein echtes Leben 'da draußen' leben zu dürfen, werden sie überrannt von Zweifel, Wut, Eifersucht, Lust und Glück. Ein berührendes Maskentheater über den Zwiespalt zwischen Heimatliebe und Weltensehnsucht. www.schadsensemble.de
Kesselhaus im Anscharpark; 08. & 09.07. * 20 Uhr



 

 

 

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Nagelritz: modernes Seemannsgarn

Mit frivoler Doppeldeutigkeit, frechem Augenzwinkern und maltesererprobter Seemannskehle bewegt sich Dirk Langer, alias Nagelritz, zwischen Comedy, Kabarett und Chanson. Dass hier kein Mann kommt, der La Paloma spielt, liegt auf der Hand. Nagelritz steht für modernes Seemannsgarn, skurrile Geschichten und sehnsüchtige Seemannsmusik - weitab der bekannten Shantys. Seine Liedtexte leiht er sich bei Joachim Ringelnatz, einem von vielen geschätzten Ausnahmepoeten, und bettet diese auf Akkordeon, Gitarre oder Klavier. Dann sind da noch Hinnerk und Raoul, Nagelritz Kumpels, mit denen sich selbst Alltäglichkeiten zu haarsträubenden Geschichten entwickeln, denn jeder Landgang muss Spuren hinterlassen ... ein Abend mit Musik, Komik und Gefühlen rund um die Seefahrt. www.nagelritz.de/
Lutterbeker; 09.07. * 21 Uhr



The cat pack. Sekt and the city

Junggesellinnenabschiede sind out, Scheidungsparties sind in. Doch wie feiert man den zweitschönsten Tag des Lebens? Die drei besten Freundinnen Katy, Lena und Heike müssen sich entscheiden: Vegane Häppchen oder Extrawürste? Pyjamaparty oder Tabledance? Kamillentee oder Komasaufen? Damit sich der Abend zur rauschenden Party steigert, wird jedes Tabu gebrochen und kein Höhepunkt ausgelassen: Es wird gesungen, geschlürft, gestritten und gelacht. Ein spritziger Weiberabend für alle - auch für (noch) glücklich Verheiratete. Nach einer Idee von Helena Marion Scholz. www.sekt-and-the-city.de
Lutterbeker; 15.07. * 21 Uhr
 


 

 

 

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Kreuzfahrt für Seekranke. Martin Herrman

Direkt an der Ostsee. Kapitän Herrmann durchpflügt die Wellentäler des Alltags mit bissigem Witz, überbrückt Untiefen mit satirischen Kavenzmännern und bringt alle Seelen sicher zurück. Sein Humor überschreitet bewusst Tabugrenzen, (Münchner Merkur), ... der geistreiche Wahnsinn seiner Lieder hat Methode (Kieler Nachrichten), ... statt dem selbsternannten Frauenflüsterer eine zu husten, lachten die Damen herzlich mit (Böblinger Bote). »Kreuzfahrt« ist ein Spezialprogramm für Satireversteher, täglich aktualisiert, hochkomisch. Ein kabarettistischer Stapellauf mit Humor und Hintersinn. ww.frauenfluesterer.de
Lutterbeker; 16.07. * 21 Uhr
 


Die Räuber (Schiller). Rockoper. Ensemble Schauspiel Kiel. Open-Air

Der alte Moor ist ein reicher Mann mit zwei sehr ungleichen Söhnen: Franz, der jüngere der beiden, verfügt zwar über einen brillanten Verstand, steht aber ganz im Schatten des älteren. Der extrovertierte Draufgänger Karl ist der Lieblingssohn des Vaters, sein auserkorener Haupterbe und hat noch dazu eine glühende Liebesbeziehung zu Amalia, auf die auch Franz ein Auge geworfen hat. Eifersüchtig und ohne jeden moralischen Skrupel bringt dieser den Vater dazu, Karl zu verstoßen. Karl, als Student in einer größeren Stadt, bewegt sich tatsächlich in zwielichtigen Kreisen. Er ist politisch aktiv - er und seine Freunde diskutieren über Revolution und eine bessere Gesellschaft. Als Karl von seiner Verbannung erfährt, macht er die gegen ihn gemachten Vorwürfe tatsächlich wahr: Die Clique geht in den Untergrund und wird zu einer Räuberbande. Franz steigt unterdessen zum neuen Herren auf und setzt Amalia immer mehr zu. Als Karl schließlich noch einmal nach Hause zurückkehrt, kommt es unweigerlich zum Showdown. Die Musik stammt von Marcus Wiebusch (But Alive/Kettcar) und Reimer Bustorff (Grand Hotel Van Cleef/Kettcar). www.theater-kiel.de
Seefischmarkt vor der Neuen Salzhalle; 01.07. (Premiere(. 02.-17.07. * 20:30 Uhr außer montags




Der Kleine Prinz (Antoine de Saint-Exupéry)

Der Kleine Prinz lebt auf seinem winzigen Planeten, um den er sich sorgfältig kümmert. Besonders stolz ist er auf eine Rose, die für ihn einzigartig ist. Doch vertrieben durch ihr selbstgefälliges, kapriziöses Verhalten, beschließt er, seine kleine Welt zu verlassen, um neue Planeten und ihre Bewohner kennenzulernen und einen wahren Freund zu finden ... Auf seiner Reise trifft er zunächst befremdliche Charaktere wie den einsam herrschsüchtigen König, den egozentrischen Eitlen, den seelenlosen Geschäftsmann, den rettungslosen Säufer und den gehetzten Laternenanzünder. Schließlich begegnet er dem Geografen, der ihm den Weg auf die Erde weist, wo ihm der wilde, aber kluge Fuchs beibringt, worauf es im Zusammenleben ankommt: Freundschaft, Verantwortung, Liebe ...: „Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ www.komoediantentheater.de
Freilichttheater  im Kieler Rathaus-Innenhof; 22.07.(


 

 



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Frühlingserwachen (Frank Wedekind)

Die Pubertät macht Melchior, Moritz, Wendla und ihren Freunden schwer zu schaffen. Erstes sexuelles Verlangen, das Entdecken des eigenen Körpers, Konflikte mit den Eltern, das Versagen in der Schule, die Suche nach einem Sinn im Leben und dem eigenen Platz in der Welt bilden den spannungsreichen Hintergrund für einen Reigen, an dessen Ende für manch einen der Tod, für andere hingegen die Hoffnung auf eine lichtere Zukunft stehen. Wedekinds »Kindertragödie« Frühlings Erwachen, 1890/91 entstanden und erst 1906 von Max Reinhardt uraufgeführt, zählt bis heute zu den maßgeblichen Theaterstücken, die sich konsequent und unverstellt mit den Konflikten heranwachsender Jugendlicher befassen. Mag sich die Sexualmoral in den letzten 125 Jahren auch grundlegend gewandelt haben, so sind viele der von Wedekind mit den Mitteln eines übernatürlichen Realismus dargestellten Probleme nachwievor aktuell und diskutabel. Mit ihrer Sichtweise auf diesen Klassiker der Moderne gibt Regisseurin Katrin Lindner, nach mehreren Arbeiten im Studio, ihr Debüt auf der großen Bühne im Schauspielhaus.
Schauspielhaus; .03. * 20 Uhr




Wintersonnenwende (Roland Schimmelpfennig)

Altbau. Europa. Ikea trifft Biedermeier und Charles Eames und Flohmarkt. Hier wohnen Albert, Holocaustforscher, und seine Frau Bettina, Filmemacherin. Die Beiden haben sich in ihrer Gutbürgerlichkeit eingerichtet, inklusive der eheüblichen alltäglichen Reibereien. Nun steht Weihnachten vor der Tür und damit auch Bettinas Mutter Corinna. Während sich am Abend das Schmücken des Baumes und die Zubereitung des Essens auf unbestimmte Zeit verschieben, die Weinflasche aber immerhin schon geöffnet ist, klingelt es unerwartet: Der Überraschungsgast ist ein fremder älterer Mann, den Corinna erst vor Stunden im Zug kennen gelernt hat. Rudolphs Vorfahren sind nach Paraguay ausgewandert und für Corinna umweht ihn der Glanz der weiten Welt. Für Albert stellt sich vielmehr die Frage nach den Motiven von Rudolphs Eltern. Dann platzt auch noch ein alter Freund des Paares in die Runde. Konrad ist Künstler und Bettina und er werfen sich verdächtige Blicke zu, seit sie ihn letzte Woche allein im Atelier besucht hat. Albert erträgt den Abend nur noch mit Tabletten, die er mit Rotwein herunter spült. Schon bald verschwimmen die Grenzen von Realität und Wirklichkeit und es entspinnt sich ein irrwitziger Vorweihnachtsabend, der sich spielend zwischen Normalität und Wahnsinn bewegt.
Studio Schauspielhaus; 03. * 19:30 Uhr

 



 

2015_Aufstieg_Und_Fall_Der_Stadt_Mahagonny_Theater_Kiel 

 

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny (Kurt Weill)

Sind Brechts schräge Figuren psychologische Charaktere oder holzschnittartige Typen? Ist das Schreckensszenario der Dreißiger Jahre heute bereits Wirklichkeit geworden? Oder welche Fragen stellen sich Ihnen nach einem Besuch von Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny? Sprechen Sie nach der Vorstellung darüber mit Psychoanalytikern des John Rittmeister Instituts Kiel. Der Eintritt zum Nachgespräch ist frei.  Ansgar Weigners schrill-bunte Interpretation von Brecht/Weills bitterböser Abrechnung mit ungezügeltem Raubtier-Kapitalismus setzte einen spannenden Schlusspunkt ans Ende der letzten Spielzeit. Nun kehrt die immer noch bestechend aktuelle Parabel um die Vergnügungsstadt Mahagonny unter dem seltsam grünen »Moon of Alabama«, in der man alles darf, außer kein Geld haben, auf die Kieler Bühne zurück!  www.theater-kiel.de
Opernhaus; * 19:30 Uhr

 

 


Carmen (Georges Bizet)

»Wenn ich dich liebe, nimm dich in Acht!« »Wenn du mich nicht liebst, liebe ich dich, und wenn ich dich liebe, nimm dich in Acht!« Das erklärt Carmen in ihrem Auftrittslied, der berühmten Habanera, und sendet die Botschaft an den Soldaten José. Der fällt ihr auf, weil er der einzige Mann in ihrer Umgebung ist, der sie nicht beachtet und umschwärmt. Doch José wird sich nicht in Acht nehmen und so kommt es zu einer verhängnisvollen Affäre mit tödlicher Folge. Carmen nimmt das Recht für sich in Anspruch, ihre Partner auszuwählen und eine neue Liebe zu leben, sobald die alte verblasst. Das war zu Zeiten der Uraufführung 1875 harte Kost für das Pariser Publikum! Aber die Zeiten ändern sich, Carmen ist schon lange zur meistgespielten aller Opern geworden und sie selbst ist das Objekt der Begierde geblieben - ob nun als Männerphantasie oder als Identifikationsfigur! Für »Carmen« haben der Regisseur Matthias von Stegmann und sein Ausstatter Walter Schütze ein abstraktes Bühnenbild aus fahrbaren, leuchtenden Kastenelementen entwickelt, die zwar manchmal konkrete Funktionen übernehmen, meistens jedoch auf abstrakte Weise die Spannung der Handlung in Raumspannung übersetzen.
Opernhaus;  * 19:30 Uhr



Die Hochzeit des Figaro (Wolfgang Amadeus Mozart)

Genug Lebkuchen gegessen und Weihnachtsfilme geguckt? Dann ab ins Opernhaus zur wahrscheinlich turbulentesten, sicher aber zu einer der genialsten Opern überhaupt: Ein verliebter Graf, der seiner Zofe hinterhersteigt, ein gewitzter Untergebener, der mit der Zofe verlobt ist und mit ihrer Hilfe einen Strich durch die gräfliche Rechnung macht, eine leidende Ehefrau, ein liebestoller Page, ein intriganter Musiklehrer, ein stotternder Jurist und ein wütender Gärtner, dazu Mozarts Musik auf der absoluten Höhe seiner Kunst - fertig ist eines der absoluten Meisterwerke der Musik(theater)geschichte.
Opernhaus; * 17 Uhr



My Fair Lady (Frederick Loewe). Opernhaus

Und es grünt wieder so grün. Es ist und bleibt eines der beliebtesten Musicals aller Zeiten: »My Fair Lady«, die Geschichte des einfachen Blumenmädchens Eliza Doolittle, das nichts sehnlicher wünscht als einmal eine feine Dame im eigenen Blumenladen zu sein. Dafür nimmt sie Sprachunterricht beim schrulligen Phonetik-Professor Higgins, der mit seinem Bekannten Oberst Pickering eine Wette laufen hat, Eliza innerhalb von sechs Monaten auf dem Diplomatenball als Herzogin ausgeben zu können ... »My Fair Lady« ist seit 60 Jahren ein Dauerbrenner auf den Bühnen der Welt. Die zeitlose Story, die auf der berühmten Komödie »Pygmalion« von George Bernard Shaw beruht, stellt auf humorvolle und intelligente Weise die Frage nach sozialer Prägung und Erziehung und ihre Bedeutung für unser Leben in der Gesellschaft. Dazu kann die mitreißende Musik des Wiener Emigranten Frederick Loewe mit Hits wie »Wäre det nich wundascheen«, »Es grünt so grün«, »Mit `nem kleenen Stückchen Glück« oder »Ich hätt' getanzt heut' Nacht« bis heute verzaubern.
Opernhaus;  * 19:30 Uhr